BürgerStiftung Erfurt Newsletter vom 03.07.2017


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Stifterinnen und Stifter,
liebe Freunde der BürgerStiftung Erfurt,

hiermit erhalten Sie den Newsletter der BürgerStiftung Erfurt vom 03.07.2017.

Wir möchten Sie über die aktuellen Entwicklungen und Termine informieren.

Herzliche Grüße
Ihre
BürgerStiftung Erfurt


Aktuelle Projekte der BürgerStiftung Erfurt

Erfurter SpendenParlament

1. Plenum am 23.06.2017


Erfurter SpendenParlament erfolgreich gestartet
Neun Spendenparlamentarier über vier Anträge und die Verwendung von 6.000 Euro entschieden

Erfurt. Das Erfurter SpendenParlament hat am Freitag den 23.06.2017 erstmals getagt. Insgesamt 12 Spender hatten sich durch ihre Spenden als Parlamentarier qualifiziert. An der ersten Sitzung haben davon neun Spenderinnen und Spender teilgenommen. „Ich finde es eine gute Idee, gemeinsam mit den Projektträgern über die Anträge zu sprechen und gemeinsam zu entscheiden,“ so Parlamentarierin Gabriele Rebhahn-Wölke.
Mit nur einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen. In diesem Sinne hatten die Parlamentarier über die Verwendung von 6.000 Euro zu entscheiden, die aus ihren eigenen Spenden, einem Zuschuss der Sparkassenstiftung Mittelthüringen und der BürgerStiftung Erfurt stammten. Diesem Etat standen vier Anträge mit einem Volumen von insgesamt 8.617 Euro gegenüber.
Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der dem Erfurter SpendenParlament zu seiner ersten Sitzung seine Aufwartung machte, war zuversichtlich: „Bei diesem Verhältnis von Etatansatz und Verwendungsmöglichkeiten bin ich zuversichtlich, dass Sie die richtige Entscheidung treffen werden.“ Er bewertete das SpendenParlament als innovativen Ansatz für Erfurt und wünschte den Parlamentariern, dass es Ihnen gelingt, gemeinsam und ausschließlich an den Projekten orientiert zu entscheiden.
„Wann besteht schon mal die Möglichkeit, dass der Antragsteller sein Projekt vorstellen kann?“: sagte Anne-Katrein Maschke und nahm wie die anderen Parlamentarier begeistert an der Entscheidungsfindung teil.
Im Ergebnis hat das Erfurter SpendenParlament Plattform e.V. 3.200 Euro für das Projekt Containercafe am Herrenberg für die Anschaffung und den Transport eines Containers sowie erste Umbauarbeiten bewilligt. 1.670 Euro hat die Initiative Klezmerband für die Produktion eines Films zur Dokumentation und der bisherigen Auftritte und für die Gewinnung weiterer Musiker erhalten. Als drittes Projekt wurde Kindervisionen e.V. Erfurt für einen Ferienausflug für Kinder mit 417 Euro unterstützt. Die Unterstützung des vierten Antrags der Thüringer Arbeitsloseninitiative – Soziale Arbeit e.V: hat das SpendenParlament zurückgestellt. Der Restbetrag wurde in die Rücklage für kommende Sitzungen des SpendenParlaments genommen.
Simone Rau als Projektleiterin des Erfurter SpendenParlaments und Thomas Koch als Vorstandsmitglied der BürgerSitftung Erfurt danken den Parlamentarierinnen und Parlamentariern für ihr Engagement und ihre Entscheidungen. Gleichzeitig kündigten sie an, dass das SpendenParlament erneut im ersten Halbjahr 2018 tagen wird und riefen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier dazu auf, für das SpendenParlament zu werben und es damit wachsen zu lassen.

Informationen zum Projekt Spendenparlament finden Sie hier.

Szenencollage mit jungen Flüchtlingen Theater Schotte

Absurditäten des Hier-Seins


Was wäre, wenn kein Krieg mehr wär? Wenn nicht Ahmad, Amin oder Monhal hätten fliehen müssen aus ihrer Heimat, wenn sie nicht in Erfurt gestrandet wären und stattdessen Erfurter zu Besuch kämen in ihrer Heimat Syrien oder Afghanistan? Darum ging es in einer der Szenen auf der Schotte-Bühne, welche am Dienstag, 20. Juni, um 20.30 Uhr das “Krieg und Frieden” im Spielplan hatte und eine Gruppe geflüchteter junger Männer schauspielernd auf der Bühne stand.
Eigentlich, so erinnert sich Christian Weiß, der die Gruppe betreut, war das Theaterspiel für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge gedacht. Doch das Konzept von Bürgerstiftung Erfurt in Kooperation mit dem Theater “Die Schotte” ging nicht auf. Zwar waren im April 2016, zum Start des Projekts, bei dem es spielerisch um Sprachvermittlung und Integration gehen sollte, ein paar Jugendliche gekommen. Doch schnell habe sich herausgestellt, dass die Jugendlichen schon gut durch Schule und Sprachkurse eingebunden und vor allem ausgelastet sind. Wer zu den Proben kam, waren Männer ab 18 Jahren aufwärts. “Mal kam nur einer, mal acht von den Erwachsenen”, blickt Weiß zurück, der als Künstler, als Theaterregisseur und -pädagoge arbeitet, hauptberuflich in der Flüchtlingssozialarbeit beim Deutschen Familienverband beschäftigt ist.
Aus seiner Arbeit kennt er den Druck, dem die Geflüchteten ausgesetzt sind, weiß von den Problemen, vor die sie der Alltag in Deutschland stellt.
Es sei nach wie vor ein Kommen und Gehen bei den Teilnehmern, sagt Weiß. Wer aber zu den Proben komme, der sei voll und ganz da, konzentriert und mit großem Engagement dabei. Die Zeit des Ramadan und der Ferien war dabei ein Teilnehmer-Tief, am stärksten war das Interesse am Mitwirken in der Theatergruppe nach einer kleinen, ersten Vorstellung zum alternativen Weihnachtsmarkt der Bürgerstiftung in der Barfüßerkirche. Da sprach sich das Projekt, für das in den Einrichtungen und Unterkünften geworben wurde, erst so richtig herum unter den Flüchtlingen. Die Fluktuation ist hoch, aus manchmal ganz irrationalen Gründen: wenn beispielsweise per Whatsapp das Gerücht die Runde macht, um in Deutschland bleiben zu können, müsse man unbedingt mal hier, mal dorthin reisen. So bleibt die Verbindung auch zwangsweise lose, eine Verpflichtung zur Teilnahme gebe es schließlich ohnehin nicht, wie Christian Weiß sagt.
Freundschaften sind entstanden. Er schätzt die Bühnenpräsens der Akteure, die vielleicht von ihrer krassen Lebenserfahrung, aus Flucht-Erlebnissen her rühre: “Sie sind sich ihrer selbst sehr bewusst”, sagt Weiß. Oqba Bouzian, Flüchtling aus Damaskus und Bundesfreiwilliger in der Schotte seit Mai 2016, übersetzt, wo dies noch nötig ist.
So frei wie die Teilnahme, so frei die Themenwahl für die Szenencollage. Absurditäten des Hier-Seins gehören dazu, die 1000 Zettel, die es in Deutschland nach der Ankunft auszufüllen gab, der Willkommensapplaus am Bahnhof, die Hubschrauber und die Bomben in der Heimat…
“Für alle ist das Theaterspiel eine andere Welt: Hier schalten sie ab, widmen sich ganz dem Vergnügen”, sagt Weiß. Und es füllt eine Lücke: Während Jugendlichen schnell die Integration durch den Schulalltag gelingt, ist das Angebot für junge Erwachsene nur schmal.

Bürgerfest am 10.06.2017 - Stadt im Wandel

Aktionstag Nachhaltigkeit


Das Bürgerfest „Stadt im Wandel“ fand im Hirschgarten statt. Unter dem Motto „Stadt im Wandel“ lud ein breites Bündnis aus Vereinen, Initiativen und der Stadt Erfurt zum nachhaltigen Bürgerfest ein. Viele Informationen, Mitmach-Aktionen, Kunst, Musik und Gespräche sowie ein regionales bio-faires Catering an 40 Ständen rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ erwartete die Gäste.

Auch wir waren mit unserem Stand vertreten und durften sogar auf die Bühne und unser Projekt „Erfurter SpendenParlament“ vorstellen. Wir haben gute Gespräche zu unserem Projekt Grüne Hausnummer und dem Spendenparlament geführt.

Vor dem Hintergrund der weltweiten aktuellen Themen wie Klimawandel, Energieressourcen, Krieg und Flucht stellt sich die Frage: Wie soll denn ich als Bürger oder die Stadt Erfurt hier wirksam werden? Zudem ist Nachhaltigkeit immer noch ein sperriger Begriff. Informationen und Mitmachaktionen an 40 Ständen zeigen deshalb im Hirschgarten, was an nachhaltiger Entwicklung, an Erkenntnis, Idee und Konzept und manchmal auch als Produkt in Erfurt und Thüringen schon da ist.

Mitmachen oder selber (Nach)machen oder einfach Genießen
Für jeden war etwas dabei – nicht nur zum „Lernen“ – sondern vermutlich auch zum Mitmachen oder selber (Nach)machen oder einfach Genießen.

Thüringer Stiftungstag 09.06.2017

Regional aktiv - landesweit vernetzt


Thüringer Stiftungstag 09.06.2017
An diesem Tag präsentieren sich die Thüringer Stiftungen gemeinsam mit ihren Partnern. Unter dem Motto “Regional aktiv – landesweit vernetzt” stellen Stiftungen aus dem ganzen Freistaat ihre vielfältige Arbeit und ihre Ziele vor.

Neben dem vermittelten Beitrag einiger Szenen der Flüchtlinge aus dem Projekt mit der Schotte haben wir an unserem Stand positive Netzwerkarbeit betrieben.

Das Programm wurde gestaltet durch die Thüringer Stiftungen aus den Bereichen Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft, bürgerschaftliches Engagement, soziales Engagement sowie Banken und Rechtspflege. Eingeladen waren Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und kommunale Vertreter sowie Förderer und alle Bürgerinnen und Bürger, die sich über die Thüringer Stiftungslandschaft informierten.


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Impressum
KOWO-Haus der Vereine
Johannesstraße 2
99084 Erfurt
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www.buergerstiftung-erfurt.de

Vorstand
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Stiftungsrat
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Vorsitzender

Thüringer Stiftungsverzeichnis
Nr. 898
Zuwendungen an die
BürgerStiftung Erfurt
Sparkasse Mittelthüringen
IBAN:DE20 8205 1000 0600 0021 01
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